im Berufsbildungswerk Waiblingen gGmbH zum Projekt der Stiftung evz (Erinnerung Verantwortung Zukunft) im Rahmen ihres Förderprogramms "Europeans for Peace", an dem die Johannes-Landenberger-Schule nun zum 3. Mal teilnimmt.
Die diesjährige Aufgabenstellung steht unter dem Thema "Macht der Medien 1939 - 2009".
"Wenn der Freund zum Feind wird", so lautet unser Projekttitel, an dem die Auszubildenden des 2. Lehrjahrs der Gartenbaufachwerker/innen und die Holzbearbeiter/innen des 1. Lehrjahres teilnehmen.
Das dritte Zeitzeugenprojekt startete mit einem Vortrag der Holocaust-Überlebenden Susan Cernyak-Spatz
„Wenn man die Vergangenheit vergisst, ist man verdammt, sie zu wiederholen. Vergessen Sie nie und bleiben Sie menschlich."
- Zum Auftakt des dritten Zeitzeugenprojektes erzählte Frau Susan Cernyak-Spatz vor 100 Jugendlichen des Berufsbildungswerks Waiblingen gGmbH aus ihrem Leben.
- Die heutige Geschichtsprofessorin ist 1922 in Wien geboren und überlebte während des Nationalsozialismus die Deportationen nach Theresienstadt und Auschwitz-Birkenau.
- Das dritte Zeitzeugenprojekt wird im kommenden Jahr wieder gemeinsam mit polnischen Partnern (Gymnasiasten der Pater-Siemaszko-Stiftung in der Nähe von Krakau) auf die Beine gestellt. Dieses Mal ist geplant, die „Kinder“ von Tätern nach den Auswirkungen der medialen Aufarbeitung der NS-Verbrechen für ihr Leben zu befragen und in Krakau gemeinsam mit den Betroffenen nach den Spuren ihrer Familien zu suchen.
- Die „Kinder“ sind Niklas Frank, der Sohn des Generalgouverneurs von Polen, Hans Frank, und Autor von „Mein Vater - eine Abrechnung“ und „Meine deutsche Mutter“, sowie Monika Hertwig, die Tochter des SS-Kommandanten in Krakau, Amon Göth, die erst durch den Film „Schindlers Liste“ die Wahrheit über ihren Vater erfuhr. Beide Väter wurden zum Tode verurteilt.