Zeitzeugenprojekt im BBW Waiblingen
 

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Projekt "Erzähl mir für morgen"

Zeitzeugen der NS-Diktatur in Deutschland und Polen erzählen Azubis der BBWgGmbH von Frauen und Männern, die sich trotz Krieg und Diktatur mutig für Menschlichkeit und Versöhnung, für Frieden und die Wahrung der Menschenrechte eingesetzt haben.

Kooperationspartner unseres Projektes

Unser Partnerorganisation  in Polen ist die Fundacja im. Ks. Siemaszki (Pater-Siemaszko-Stiftung) in Krakau. Sie wird repräsentiert durch Frau Urszula Sienczak und Dorota Starowicz, Expertinnen für Jugendprojekte und Koordination in der Fundacja, sowie durch Katharina Autenrieth (ASF-Freiwillige in Polen).


Projektlaufzeit

Das Projekt begann im März 2007 und wird, einschließlich der Ausstellungen im Herbst in Waiblingen und Piekary bis Ende 2007 gehen.


Verantwortliche und Projektleitung

Hermann Birkle, Schulleiter der Johannes-Landenberger-Schule in der Berufsbildungswerk Waiblingen gGmbH

Magdalene Simpfendörfer-Autenrieth, Pfarrerin in der BBW gGmbH

Markus Schnabel, Berufsschullehrer für Gartenbau Johannes-Landenberger-Schule

Gerd Rieger, Berufsschullehrer für Gartenbau Johannes-Landenberger-Schule

Ingrid Maier, Berufsschullehrerin für Hauswirtschaft Johannes-Landenberger-Schule



Zielsetzung

Wir möchten erreichen, dass die Jugendlichen unserer Einrichtung, die auf der Suche nach Orientierung und Identität sind, gestärkt werden für Demokratie, für Frieden und Verantwortung.

Wir möchten erreichen, dass die durch erfahrene Niederlagen und geringe Aussichten oft entmutigten Jugendlichen von glaubwürdigen Zeitzeugen Mut-Geschichten hören und erkennen, dass es auf jeden Einzelnen ankommt, wenn der Gewalt gewehrt und der Frieden gefördert werden soll.

Wir möchten erreichen, dass die Jugendlichen unserer Sonderberufsschule einen eigenen Zugang zur Geschichte finden und feststellen können, dass es wichtig ist, die Geschichte zu kennen, um auf die Herausforderungen von heute reagieren zu können.

Vorgehensweise

Wir haben uns einen Fragenkatalog erarbeitet mit all den Fragen, die wir den Zeitzeugen stellen möchten. Ganz besonders interessiert uns, welche Erfahrungen von Zivilcourage in der Diktatur sie gemacht haben und was die Einzelnen motiviert hat, sich für andere, für den Frieden, für Recht und Gerechtigkeit einzusetzen.

Alle Gespräche mit den Zeitzeugen in Deutschland und in Polen werden aufgezeichnet und es werden Fotos der Begegnung angefertigt. Zum Teil bringen die Zeitzeugen auch persönliche Erinnerungsstücke (z.B. Judenstern, Fotos, Briefe) mit, die abfotografiert oder gescannt werden.

Um diese technischen Möglichkeiten der Archivierung und Weiterverarbeitung zu beherrschen, haben sich Jugendlichen in sogenannte Expertengruppen eingeteilt und entsprechend ausbilden lassen. Dazu gehört auch die Öffentlichkeitsarbeit, die zunächst über die Pflege einer Homepage läuft. Auch für die Organisation der Begegnungen gibt es zuständige Teams, die sich um Raumgestaltung, Bewirtung und Gastgeschenke kümmern.

Als Höhepunkt des Projekts werden im Rahmen der Begegnung zwischen den deutschen und polnischen Jugendlichen vom 28. Juni bis zum 5. Juli in Krakau weitere Zeitzeugen-Gespräche  in Polen stattfinden. Gemeinsam werden wir ehemalige KZ-Häftling,  zwei Frauen und zwei Männer, treffen und interviewen. Während der Woche in Krakau werden  die deutschen  und  polnischen Jugendlichen auch die Gedenkstätte in Auschwitz besuchen.

Im Herbst wird das Projekt „Erzähl mir für morgen“ in Form einer Ausstellung einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

Die Teilnehmer/innen erarbeiten zudem ein Fotobuch, eine Hör-CD und eine Power-Point-Präsentation.


Finanzgeber/ Finanzierung

Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“
Markgrafenstraße 12 – 14
10969 Berlin

Wettbewerb "Frieden für Europa – Europa für den Frieden" für historische Projektarbeit, der anlässlich des 60. Jahrestages des Kriegsendes von der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" initiiert wurde.


http://www.frieden-fuer-europa.de/

Deutsch-Polnisches Jugendwerk Potsdam/Warschau, www.dpjw.org

Spendengelder / Eigenmittel der BBW gGmbH


Zielgruppe

Am BBW: 19 Auszubildende im Ausbildungsberuf Gartenbaufachwerker/in im Alter  zwischen 17 und 20 Jahren.

In Polen:  9 Schüler/innen zwischen 16 und 20 Jahren eines Ferienseminars des Gymnasium der Fundacja im. Ks. Siemaszki in Piekary /Polen